FAQ

Seatrekking ist die natürliche Verbindung aus individuellem Reisen und Wassersport. Es geht darum, das klassische Freitauchen aus den 1960er Jahren mit dem Bereisen und Entdecken naturbelassener Küstenregionen zu verbinden. Um frei in der Bewegung und ungebunden zu sein, reisen wir mit stark reduziertem Gepäck.
Die Trails entlang von Küstenregionen und in Inselwelten werden individuell geplant, und sind verbunden mit Wanderungen an Land wie beim Backpacking und Hiking.

Mit langen Apnoeflossen legt man Strecken bis zu 6 km pro Tag zurück und taucht, je nach Vorlieben und eigenem Können, immer wieder in Tiefen bis zu 20 Meter ab. Seatrekking umfasst ein großes Leistungsspektrum, vom entspannten Schnorcheln bis hin zum Extremsport.

Seatrekking verbindet Backpacking mit Freitauchen und Finning. Der Big Pack ist ein Sportgerät, das an Land wie ein hochwertiger Rucksack funktioniert und im Wasser auch voll beladen an der Oberfläche schwimmt. Mittels einer Leash ist der Big Pack mit dem Seatrekker verbunden. Durch seine hydrodynamische Form lässt er sich leicht über die Wasseroberfläche ziehen.
Seatrekking ist ein Individualsport. Die Trails werden je nach Können und eigenen Vorlieben angegangen. Vom Reisen über mehrere Wochen von Spot zu Spot, oder als Kurztrip über zwei oder drei Tage ist alles möglich. Grundsätzlich ist es wie bei jedem Outdoorsport wichtig, sich vorab mit den Gegebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen. Zu Beachten sind unter anderem Faktoren wie Wetter, Strömungen, Flora und Fauna – ähnlich wie beim Surfen. Aufgrund der möglichen Gefahren sollte man nicht alleine Seatrekken. Freitauchen ist ein elementarer Bestandteil des Sports und es ist auf jeden Fall ratsam, sich mit der Materie auszukennen.
Wenn man wie wir in einem sensiblen Ökosystem unterwegs ist achtet man selbstverständlich darauf, möglichst keine Spuren und erst recht keinen Abfall zu hinterlassen und das natürliche Gleichgewicht zu wahren. Also keine Bierdosen-Party am Strand! Viel eher ein erster Tauchgang morgens bei Sonnenaufgang.
Ähnlich wie beim Wandern oder Backpacken verursachen größere Gruppen mit mehr als etwa 5 Personen einen gesteigerten Planungsaufwand. Wer ist der schwächste der Gruppe, der das Tempo vorgibt? Wo wird übernachtet? Wer kümmert sich um Trinkwasser und Verpflegung?

Prinzipiell bleibt es jedem selbst überlassen mit wie vielen Leuten man unterwegs ist. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass das Seatrekken in kleineren Gruppen mehr Spaß macht, und mehr Zeit für das Reisen und Entdecken an Land und im Wasser bleibt.

Ab Juni 2016 bieten wir und unsere Partner Kurse und geführte Mehrtages-Touren in Europa und Asien an.
Ähnlich wie beim Surfen oder Bergsteigen braucht man zum Seatrekken eine gesunde körperliche Fitness. Die Distanzen und das Tempo im Wasser sind dabei grundsätzlich frei bestimmbar. Gerade als Anfänger sollte man sich aber zuvor gründlich mit dem Thema Freitauchen auseinandersetzen und seine eigenen Grenzen kennen und akzeptieren.
Nein, gar nicht. Die ÁETEM Packs – wie der Big Pack – schwimmen fast unbemerkt hinter dir her. Da der Big Pack zudem über ein Ventil aufgeblasen wird, steht der Rucksack unter Druck und schwimmt somit an der Wasseroberfläche. Er kann sogar als Rettungsboje verwendet werden. Die Leash, die die Verbindung zwischen dir und dem ÁETEM Pack darstellt, ist extrem elastisch. Dadurch wird der ohnehin geringe Kraftaufwand gleichmäßig auf die gesamte Beinmuskulatur verteilt.

Mit einer Länge von bis zu 10 Metern erlaubt die Leash die meisten Tauchgänge. Wenn es tiefer werden soll, können die ÁETEM Packs einfach an einer entsprechenden Stelle (zum Beispiel einem Felsen) befestigt werden.

Im Wasser wird sich der schwerste Punkt des Rucksacks immer nach unten ausrichten. Daher sollten schwere Dinge gleichmäßig verteilt und eher in dem, dem Tragesystem gegenüberliegenden Bereich untergebracht werden. Somit schwimmt der Rucksack mit der glatten, widerstandsfreien Seite nach unten, und damit stabil auf dem Wasser. Beim Tragen an Land liegt der Schwerpunkt wie gewöhnlich nahe an der Hüfte.
Prinzipiell kann man an vielen Orten seatrekken. In Thailand oder der Karibik genauso wie in den Fjorden Norwegens oder im Mittelmeer. Da man sich als Seatrekker auch in ungeschützten Naturräumen bewegt, ist es uns besonders wichtig, durch eine entsprechende Schulung Guides auszubilden, die Menschen das nötige Know How vermittelt.

Grundsätzlich sind Steilküsten meist artenreicher und zum Tauchen spannender als flache, sandige Unterwasserlandschaften. Als Notausstieg und Übernachtungsmöglichkeit müssen Strände, Buchten oder zugängliche Uferabschnitte vorhanden sein. Am schönsten sind meist die ausgewiesenen Meeresschutzgebiete. Man sollte sich natürlich unbedingt vorher darüber informieren, ob es Schnorchlern und Freitauchern erlaubt ist, diese auch zu betreten. Wenn man sich besonders für kältere Regionen interessiert, ist es wichtig, sich das richtige Equipment (Neoprenanzug von mindestens 7mm oder mehr, Neoprenhandschuhe etc.) zuzulegen.

Das 3D Freitauchen macht einen wesentlichen Teil des Seatrekking aus. Daher werden wir ab 2016 eigene Kurse anbieten, um diese abgewandelte, freie Form des Freitauchens zu erlernen.

Das klassische Freediving, Apnoe- oder Freitauchen bezeichnet das Tauchen mit dem eigenen Lungenvolumen, ohne zusätzlichen Sauerstoff. Apnoe-Kurse werden inzwischen weltweit angeboten. Interessante Infos darüber bekommt ihr z.B. beim Deutschen Verein zur Förderung des Apnoe-Sports: www.aida-deutschland.de.

Apnoeflossen sind besonders lange und weiche Tauchflossen, die es aufgrund ihrer Form und Beschaffenheit ermöglichen, nicht nur beim Flossenschlag nach unten, sondern – im Gegensatz zu normalen Tauch- oder Schnorchelflossen – auch beim Rückschlag nach oben Vortrieb zu entwickeln. Somit können trotz langsamer und kraftsparender Bewegungen ausreichend hohe Geschwindigkeiten erzielt werden.

Aufgrund der angesprochenen Länge (Flossenblatt ca. 1m) belasten Apnoeflossen jedoch bei falscher Technik die Fußgelenkmuskulatur, gerade bei ungeübten Sportlern. Daher raten wir euch erst einmal lieber kürzere Routen anzugehen, oder vorher im See damit zu üben.

Der ÁETEM Big Pack James C. mit bis zu 70 l (für Mehrtagestouren und Individualreisen/Backpacking) wird in einer manuellen Produktion in einem bayerischen Fachbetrieb hergestellt. Da wir Qualität vor Quantität setzen gibt es eine Warteliste.